...und weil es so schön war,

                                                     hier sind noch ein paar

                                                   " Ankedötchen"  von uns.

 

 

..... Ich erinnere mich an unseren ersten Airedale Bailey. Bailey war leider " von Hause aus" nicht unbedingt für die Mitnahme in Gaststätten geeignet. Da waren wir, was Erziehung anging etwas nachlässig. Das sollte sich natürlich bei unserer Ronja ändern.

Also wurde "Hund"  überall  " mit hingeschleppt" denn sie sollte ja alles lernen. Wir hatten uns wieder einmal vorgenommen in einem nicht so eleganten aber dennoch hochvornehmen Restaurant zu Abend zu essen. Auf die Frage, ob wir unseren Hund mitbringen dürften ( man sollte immer vorher nachfragen)  hieß es, kein Problem wenn er gut erzogen ist.

Na ja das mit der Erziehung sollte ja erst beginnen, also "Kopf hoch und durch". Wir hatten für Ronja zur Vorsicht, falls sie sich langweilen sollte eines ihrer heissgeliebten Kauröllchen mitgenommen.

Am Nebentisch sass ein älteres Ehepaar, das uns schon sehr " böse " ansah......( mit Hund zum Essen....ja muss es denn sein?)  Ich gab Ronja ihr Kauröllchen und sie war rundrum zufrieden. Sie knabberte wie zu Hause genüsslich darauf herum, rülpste laut und vernehmlich ( wie zu Hause)  spielte mit ihrem Kauröllchen und warf es, schon leicht durchgesabbert vor Übermut im hohen Bogen hoch, so dass es geradewegs auf dem Nachbartisch, Gott sei Dank neben und nicht in der Salatschüssel landete. ( was aber , wie sich im nachhinein herausstellte keinen Unterschied machte)

( Wie zu Hause....) Nur das wir zu Hause das Kauröllchen wieder runterlegen und entspannt weiter essen. Dieses Ehepaar allerdings verliess angeekelt das Lokal, und wir haben uns danach dort auch nie wieder hingetraut.

 

.......bei dieser Geschichte habe ich  zwar zwei Tatverdächtige, aber bis heute keinen " Täter " ermitteln können.

Wir bekamen an diesem Abend Besuch von Freunden und ich bereitete in der Küche ein paar Kleinigkeiten zum Essen vor. Unter anderem eine grosse Platte mit Wurst, Käse und Schinkenschnittchen. Nach und nach gingen unsere Freunde in die Küche ( bei uns ist es erwünscht das sich der Freundeskreis wohl fühlt, also sich auch mal Kaffee oder Essen selber holt) kamen mit Getränk und Schnittchen zurück. Man achtet dann nicht mehr darauf wer sich was aus der Küche holt, Hauptsache es schmeckt den Leuten.

Irgendwann fiel mir bei einem Bekannten auf dass er eine Scheibe Brot "ohne was drauf" in der Hand hielt. Ich fragte ihn: Magst Du keine Wurst oder Käse? Er sah mich leicht irritiert an ( hatte er wohlmöglich die Beilagen übersehen?)  Als mich dann eine Freundin darauf aufmerksam machte, dass in der Küche die Schnittchen alle " ohne was drauf " da standen. " Wir dachten das sei die Beilage zu den Salaten" sagte sie mir. Na das wollte ich jetzt aber wissen und ging in die Küche.

( Ronja und Tiger schlichen beide (fröhlich vor sich hin pfeifend) in der Diele rum.)  Und in der Tat , es lagen nur Brote " ohne was drauf " auf der Platte. Ich sah meine Tiere an.....kein verräterisches Mäulchen-lecken kein - wir waren das nicht Blick-

Einer von beiden ( oder arbeiten sie in solchen Fällen Pfote in Pfote ?) hatte sich den Bauch voll geschlagen mit Wurst, Käse und Schinken und das Brot liegen lassen.

Ich tippe den Beweisen nach zu urteilen auf Tiger, denn unsere Ronja ist soooo verfressen , dass ich manchmal Angst hab, dass sie auch noch das Porzellan mit fressen würde. Sie würde nie und nimmer Brot liegen lassen..............

Die Freundschaften sind uns natürlich erhalten geblieben, denn.....................

 " Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen und immer noch

( oder gerade deswegen )  zu uns halten "

 

..........und da ich gerade beim Thema Essen bin.

Wir waren zu Freunden eingeladen und jeder sollte etwas Essbares mitbringen. Ich hatte mich für einen schönen grossen ( ca. 3 kg schweren ) Kasslerbraten entschieden.  Abends noch schnell zubereitet und dann ( man wird ja vorsichtig wenn man verfressene Tiere hat) ab damit in die Vorratskammer.

Nur sollte man in solchen Fällen vielleicht auch die Türe zu dieser Kammer schliessen. Ich höre etwas später am Abend ein verdächtiges Geräusch aus dem Keller renne blitzschnell runter und stolpere fast über Ronja die in diesem Moment " auf frischer Tat ertappt " das " Weite suchte"

Hatte dieses verfressene Hundetier den Braten von zwei Seiten angefressen..........

Was blieb mir übrig ( weiss ja niemand) als den Braten  mit dem Messer wieder in eine appetitliche  Form zu schneiden, denn was hätte ich sonst auf die schnelle noch zu bereiten können, als Mitbringsel?

 

.........und da fällt mir noch eine Geschichte zum Thema Essen ein.

Ich weiss,  dass ich "hochintelligente Tiere " hab wenn es um`s organisieren von Essbarem geht, aber können sie auch selbstständig Telefonate führen ???

Vor einiger Zeit saß ich wie immer im Büro am Pc, als ich oben im Wohnzimmer  meine Viecher herumtollen höre ( sie spielen wie die Kinder wild und laut ) aber dieser merkwürdige

 *wuff-jaul-wuff* Ton von Ronja lies mich dann doch nachsehen was da los ist. Mein Telefon lag auf dem Boden und ich hörte eine Stimme die rief: " Halllllooooooo wer ist denn da" Ronja stand mit schiefgelegtem Köpfchen vor dem Hörer und schaute "hinein". Ich nahm den Hörer in die Hand und fragte wer denn da dran sei. Die Dame am anderen Ende sagte zu mir : " Sagen sie mir doch erst einmal wer sie sind, sie haben mich doch angerufen"  ICH !! ANGERUFEN?? Ich war weit weg vom Telefon, und konnte mir das auch nicht erklären. Ich entschuldigte mich und legte auf, wahrscheinlich hatte Ronja im Spieleifer das Telefon heruntergerissen und irgendeine Taste erwischt.  Na jedenfalls konnte ich es mir nicht anders erklären. Eine Stunde später klingelte es an der Haustüre! Der Pizzabote stand draussen mit zweimal Pizza Tonno mit doppelt Käse!!!!! Er sagte die seien telefonisch bestellt worden. Ich fiel fast vom Glauben ab, sollten meine Tiere wirklich..............?????

Seitdem überleg ich ernsthaft meinem Hund zu Weihnachten ein eigenes " Pfoty " zu schenken, damit sie ihre privaten, wichtigen Gespräche auch von der eigenen Leitung aus führen bzw. bellen kann.

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